08.11.2016 / Artikel / /

Oberwalliser Interessenvertreter?

Wovor die CVPO stets gewarnt hat, ist noch heftiger und schneller als erwartet eingetroffen: Das Oberwallis verliert weitere vier Grossratssitze an das Unterwallis, und zwar bereits bei den Grossratswahlen 2017. Die Zahl der Oberwalliser Grossräte sinkt damit von 38 auf 34. Schon im Jahre 2020 ist zudem mit weiteren Sitzverlusten im Oberwallis zu rechnen. Die CVPO hat im Rahmen der Verfassungsrevision 2015 solche Szenarien vorausgesagt und zusammen mit der CSPO die Garantie von 35 Sitzen für das Oberwallis gefordert. Die Abstimmung ging damals äusserst knapp verloren, und zwar nur, weil sich die SPO und in ihrem Schlepptau grossmehrheitlich auch die SVPO gegen die Oberwalliser Interessen gestellt haben.

Man kann lange davon sprechen, dass Qualität vor Quantität stehe. Vielfach ist Politik aber einfach Mathematik. Dies müsste man als Grossrat eigentlich langsam begriffen haben. Koalitionen zu schmieden und sich in den Kommissionen Gehör zu verschaffen, ist unabdingbar und für die CVPO selbstverständlich. Aber schlussendlich werden die Stimmen gezählt. Und die notwendige Überzeugungsarbeit bei den Unterwallisern ist natürlich mit einer grösseren Anzahl von Grossräten wesentlich einfacher und effizienter.

Für die CVPO ist das unumgängliche Thema des Minderheitenschutzes noch lange nicht vom Tisch. Denn wir setzen uns weiterhin für das Oberwallis ein. Nicht wie die SPO und die SVPO, die zwar gerne davon sprechen, aber bei konkreten Vorlagen dann nicht zu ihren Versprechungen stehen. Die Gemeinderatswahlen bieten der Oberwalliser Bevölkerung die Gelegenheit, ihre Interessenvertreter zu unterstützen.