16.05.2018 / Artikel / /

CVPO: Zwei Mal Ja, ein Mal Nein

An ihrer Ausschusssitzung hat die CVPO die Parolen für die eidgenössischen und kantonalen Abstimmungen vom 10. Juni 2018 gefasst. Einstimmig abgelehnt wurde die „Vollgeld-Initiative“. Ständerat Beat Rieder legte kompetent dar, weshalb die Schweiz ein solches geldpolitisches Experiment, das es in keinem anderen Land gibt, nicht eingehen darf. Durch eine Übertragung des Ausgabemonopols von Buchgeld an die Nationalbank würde es für Grundeigentümer und KMU’s schwieriger und tendenziell teurer, einen Kredit zu erhalten. Dies und die grosse Unsicherheit für unseren Finanzsektor wollen wir uns nicht leisten.

Die CVPO spricht sich hingegen einstimmig für das neue Geldspielgesetz aus. Jährlich fliessen rund 1 Milliarde Franken aus den Erträgen der Schweizer Lotterien und Casinos in Projekte in den Bereichen Sport, Kultur, Soziales, Natur- und Umweltschutz sowie in die AHV. Nationalrätin Viola Amherd zeigte auf, wie namentlich konkrete Projekte und Anlässe in unserem Kanton von der Unterstützung durch die Loterie Romande profitieren konnten. Nebst diversen Sportvereinen zu nennen sind etwa Naturpärke oder das Musikdorf Ernen. Das neue Geldspielgesetz schiebt den illegalen ausländischen Glückspielanbietern einen Riegel vor und stellt sicher, dass die Erträge aus dem Geldspiel weiterhin in unser Gemeinwohl und nicht an illegale Online-Geldspielanbieter in Malta oder Gibraltar fliessen.

Schliesslich spricht sich die CVPO ebenfalls einstimmig für das zukunftsträchtige Projekt „Sion 2026“ aus. Die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele bietet gerade unserem Kanton weit mehr Chancen als Risiken, um nachhaltige wirtschaftliche und touristische Impulse zu setzen. Das Projekt sieht keinerlei Gigantismus vor und baut auf bestehenden Infrastrukturen auf. Es ist an uns, den Beweis anzutreten, dass auf angemessenen finanziellen Ressourcen beruhende und nachhaltige Spiele möglich sind. Sie sollen so organisiert sein, wie wir sie wollen.